Schreiben neben Schule und Freizeit – geht das überhaupt? Diese Frage schwirrt auch mir manchmal durch den Kopf. Doch eigentlich bin ich selbst ein gutes Beispiel dafür, dass man beides unter einen Hut bekommen kann. Nicht immer und nicht perfekt, aber schlussendlich finde ich jedes Mal meinen Weg zurück zum Schreiben.
Besonders in Klausurenphasen fällt es mir schwer, neben den ganzen Tests und Arbeiten, für die ich lernen muss, auch noch an meinem Buch weiterzuarbeiten. In den Ferien und bei Motivationsschüben komme ich dafür umso besser voran. Mein ideales Ziel wäre es, täglich 1000 Wörter zu schreiben – das schaffe ich aber nur phasenweise. Ansonsten versuche ich, wenigstens 250 Wörter pro Tag zu schreiben. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es nicht schlimm ist, wenn man an einem Tag nicht zum Schreiben kommt. Aber ab zwei oder drei Tagen wird es immer schwerer, in die Routine zurückzufinden.
Natürlich geht die Schule prinzipiell vor, aber ich habe schnell festgestellt, dass das Schreiben mein mentaler Ausgleich ist. Es hilft mir, mich zu entspannen und meine Gefühle und Gedanken zu sortieren. Wenn ich dann eine Zeit lang nicht dazu komme, merke ich das deutlich. Plötzlich wirkt alles grauer und die Routine wird anstrengender.
Da ich bereits recht früh aufstehe, schaffe ich es nicht, vor der Schule zu schreiben. Außerdem braucht mein System morgens einige Zeit, um überhaupt richtig hochzufahren. Deshalb setze ich mich lieber nachmittags oder abends an den Laptop. Manchmal auch ganz ehrlich, um das Lernen für die Schule ein bisschen zu umgehen. Dann setze ich die Kopfhörer auf und tauche in die Welt meiner Figuren ab.
Meist schreibe ich, wenn es gut läuft, etwa eine Stunde und schaffe in dieser Zeit bis zu 1000 Wörter. An manchen Tagen sitze ich jedoch vor dem Laptop und die Geschichte zieht sich wie Kaugummi. Dann geht einfach gar nichts – und das gehört leider auch dazu.
Insgesamt muss ich zugeben, dass auch ich es nicht immer schaffe, neben der Schule und dem privaten Leben konsequent Zeit fürs Schreiben zu finden. Aber ich gebe mein Bestes. Um auch euch dabei zu helfen, habe ich im Folgenden meine wichtigsten Tipps zusammengestellt, um den Balanceakt zwischen Leben und Schreiben zu meistern:
- Finde deine Zeit! Bist du eher ein Morgenmensch oder sprudeln bei dir am Abend die Wörter? Das muss jeder für sich selbst herausfinden. Und genau daran sollte man seine Schreibzeiten anpassen.
- Setze dir ein Wortziel! Egal ob 100 oder 2000 Wörter – überlege dir ein Tages- oder Wochenziel und versuche, dich so gut es geht daran zu halten.
- Lieber zehn als null Wörter! Versuche, regelmäßig zu schreiben. Denn Übung macht den Meister, und besser du schreibst an einem Tag nur zehn Wörter als gar keine.
- Sei lieb zu dir! Wenn du es einen Tag mal nicht schaffst, ist das okay. Keiner ist perfekt und manchmal braucht das Gehirn einfach eine Pause, damit es danach wieder besser läuft. Pass nur auf, dass die Pause nicht zur Gewohnheit wird – aber Pausen gehören dazu.
Ich hoffe, meine Tipps können euch ein bisschen helfen. Und denkt immer daran: Seid nicht zu hart zu euch selbst und gebt euer Bestes – das ist genug.
— Lovis