Anders als viele jetzt vielleicht erwarten würden, lese ich in meiner Freizeit durchaus mehr als Tierfantasy. Ebenso stammen auch meine liebsten Bücher nicht zwingend aus diesem Genre… Von Romance bis hin zu Schreibratgebern ist alles dabei! Hier sind meine persönlichen Top 3:

1. Dating on Ice — Jennifer Iacopelli

Sicher kennen einige von euch die erst kürzlich erschienene Netflix-Serie „Finding her Edge“… Dieses Buch diente tatsächlich als Inspiration für deren Entwicklung. Und ich bin stolz sagen zu können, dass ich es gelesen habe, bevor ich mich der Serie gewidmet habe, denn das sorgte dafür, dass ich die Geschichte mit ganz anderen Augen betrachtet habe. Mir persönlich hat das Buch sogar noch besser gefallen als die Serie – besonders das Ende. Obwohl ich es vor gar nicht allzu langer Zeit gelesen habe, hat es sich gleich auf Platz eins meiner Liste geschummelt, hihi.

Ich habe die Figuren schon nach wenigen Kapiteln ins Herz geschlossen und meine Liebe für Bücher über Eiskunstlauf entdeckt… Tatsächlich lese ich seither kaum noch Romanzen ohne dieses Thema, da es mich einfach nicht loslassen wollte. Normalerweise bevorzuge ich zwar Liebesromane mit Dual-POV, doch das hat mich hier nicht im geringsten gestört – im Gegenteil. Ich habe es sogar genossen, im Ungewissen über die Gefühle der männlichen Charaktere gelassen zu werden. Adriana hat mich gleich in ihren Bann gezogen und während des Lesens habe ich das Geschehen nahezu wirklich durch ihre Augen beobachtet… einfach fantastisch!

2. Write – Das Buch für angehende Autor:innen

Dieses Buch hat mich von jenen, die ich übers Schreiben gelesen habe, am meisten begeistert… und ich denke, ich weiß inzwischen auch, warum: Zu meinen Lieblingsseiten zählen mit Sicherheit diejenigen, auf denen unzählige, junge Autor:innen ihre Erfahrungen teilen, Tipps geben oder einfach über ihr Schreiben berichten. Mir hat es unendlich geholfen, Vergleichswerte und Erfahrungen anderer Autor:innen mitzubekommen, um mein Schreiben besser einordnen zu können.

Ich weiß beispielsweise noch, dass ich zu der Zeit, als ich „Write“ gelesen habe, meinen Entwurf in Kapitel eingeteilt habe… Ich war so unsicher, wie kurz oder lang diese sein sollten, doch dann fand ich im Buch eine Seite mit den Durchschnittswerten anderer Autor:innen – das hat mir sehr geholfen. Insgesamt fand ich das Buch so wertvoll, weil es authentisch, nicht belehrend übers Schreiben erzählt hat und einem viele Tipps und Übungen mit auf den Weg gegeben hat.

3. PS: Du bist meine Heldin — Natalie Buchholz

Generell bin ich ein Fan der gesamten „PS:…“-Reihe, doch dieser Teil war mit Abstand mein Lieblingsteil. Das liegt vor allem daran, dass das Geschehen zweimal, jedoch aus unterschiedlicher Perspektive, erzählt wird. So ein Buch hatte ich zuvor noch nie gelesen – und genau deshalb hat es mich so fasziniert… Eigentlich mochte ich tagebuchähnliche Romane nicht besonders, doch diese Reihe fesselte mich sofort (auch wenn ich sagen muss, dass ich die Bücher, in denen sich Lore und Emma Briefe statt Textnachrichten schreiben, bevorzuge).

Für mich, als Teenagerin, griff das Buch natürlich auch aktuelle Themen auf, weshalb ich mich umso besser in die Figuren hineinversetzen konnte. Ich bin der Meinung, dass es der Autorin in diesem Buch gelungen ist, beide Perspektiven der Freundinnen glaubwürdig und verständlich darzulegen – und das finde ich äußerst bewundernswert!

Was nehme ich als Autorin aus den Büchern mit?

So, nun habt ihr einen kleinen Einblick in mein Leben hinter den Seiten bekommen… doch: Was nehme ich nun als Autorin aus den Büchern mit?

Aus den oben aufgelisteten Büchern habe ich vor allem etwas über die Darstellung meiner Charaktere gelernt… jeder Charakter braucht seine eigenen Ziele, Wunden, Wünsche und Träume – ob der Leser diese nun erfährt oder nicht ist eine andere Sache – damit er rund erscheint und nachvollziehbar handelt. Nicht alles davon muss zur Sprache kommen, manches kann einfach im Hintergrund mitschwingen, denn Unausgesprochenes wiegt oft schwerer als alles andere.

Für mich sind Charaktere das Wichtigste. Sie treiben den Plot voran, beeinflussen mit ihren Gedanken und Ängsten das Geschehen und öffnen dem Leser die Tür zum Herzen der Geschichte.

Ich denke, diese Bücher haben mich besonders aufgrund ihres Umgangs mit den Charakteren gefesselt.

— Lovis